Schmetterlingsporling (Coriolus versicolor)

Der Schmetterlingsporling ist auf der ganzen Erde verbreitet. Er wächst bevorzugt auf toten, liegenden Laubholzstämmen ) und Stubben und ist im Wald häufig zu finden, insbesondere an Buche. Der Pilz kommt auch an lagerndem Rundholz und an im Freien verbauten bzw. der Witterung ausgesetzten Hölzern wie z.B. an Fenstern, Pfählen, Bahnschwellen oder Gartenhölzern vor.

Der Schmetterlingsporling ruft eine starke Weißfäule hervor. Oft ist befallenes Holz durch dunkle Pilzgrenzlinien gezeichnet. Unter den Waldpilzen ist er einer der effektivsten Zersetzer von totem Holz. Auch in Laborversuchen ist dieser Pilz sehr aktiv. Auf Buchenholz kann er innerhalb weniger Monate einen Masseverlust von 60 – 70 % verursachen. Der Schmetterlingsporling ist ein vorgeschriebener Prüfpilz zur Prüfung der Wirksamkeit von Holzzschutzmitteln.

Woran erkennt man Schmetterlingsporlinge?

Die Fruchtkörper des Schmetterlingsporlings sind gelblich, bräunlich, grau bis schwärzlich gezohnt. Am Rand des Fruchtkörpers ist die Färbung oft heller. Die Fruchtkörper besitzen keinen Stiel und sitzen flügel- oder fächerartig am Holz. Oft kommen die Fruchtkörper in großen Kolonien vor und sind dachziegelartig übereinander angeordnet.
Die Fruchtkörper fühlen sich lederartig und zäh an und sind biegsam. Sie werden 3 – 8 cm lang, 2 – 5 cm breit und 1 – 9 mm dick. Das bunte Aussehen der Fruchtkörper hat dem Schmetterlingsporling seinen Namen eingebracht.

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