Schutz vor Holzschädlingen

Holz ist ein vielseitig verwendbarer Rohstoff, der aufgrund seiner Regenerierbarkeit neben weiteren Vorzügen anderen Rohstoffen in vielen Verwendungsbereichen vorzuziehen ist.

Als Naturprodukt unterliegt es Zersetzungsprozessen. Holzschutzmaßnahmen der verschiedensten Art tragen zur Erhaltung des Roh-, Bau- und Werkstoffes Holz bei. Im Außenbau sind konstruktiver und chemischer Holzschutz von Bedeutung. Konstruktiver Holzschutz reicht alleine in vielen Fällen jedoch nicht aus, die Standsicherheit insbesondere bei tragenden und aussteifenden Elementen dauerhaft sicher zu stellen. Hier ist ein chemischer Holzschutz erforderlich.

Chemische Holzschutzmaßnahmen ermöglichen eine erhebliche Erweiterung des Einsatzbereiches von Hölzern geringer Dauerhaftigkeit wie z.B. Buche, Fichte oder Kiefer und bewirken eine Verlängerung der Verwendbarkeit des Holzes um ein Vielfaches. Chemische Holzschutzmaßnahmen tragen maßgeblich zur Ressourcenschonung und nachhaltigen Nutzung unserer heimischen Hölzer bei und ermöglichen einen Verzicht auf tropische Hölzer.

Konstruktiver Holzschutz

Das Riskio eines Befalls von Hölzern durch holzzerstörende oder holzverfärbende Pilze ist abhängig vom Feuchtegehalt des Holzes, da diese Organismen einen Mindestfeuchtegehalt des Holzes benötigen, um es befallen zu können. Durch konstruktive Maßnahmen, die dazu betragen, Feuchtigkeit vom Holz fern zu halten, kann das Risiko eines Pilzbefalls reduziert werden. 

Ein Befall durch holzzerstörende Insekten kann durch derartige Maßnahmen aber nicht verhindert werden, da holzzerstörende Insekten auch trockenes Holz befallen.  

Chemischer Holzschutz

Moderne, toxikolisch und ökotoxikologisch umfassend getestete und amtlich zugelassene Holzschutzmittel schützen das Holz dauerhaft vor holzzerstörenden Pilzen und Insekten auch im Außenbereich ohne und mit Erdkontakt. Imprägniert werden derartige Hölzer für den Garten- und Landschaftsbau in der Regel im Kessel-Vakuum-Druckverfahren, um einen Tiefenschutz bei unseren wenig dauerhaften, heimischen Hölzern zu erzielen.
In Deutschland arbeiten die Imprägnierbetriebe nach den Vorgaben der Holzschutznorm DIN 68800 Teil 3 "Vorbeugender chemischer Holzschutz". Dabei unterziehen sich viele Betriebe in Deutschland, aber auch in Italien einer zusätzlichen, freiwilligen Güteüberwachung gemäß den RAL Güte- und Prüfbestimmung "Imprägnierte Holzbauelemente" (RAL GZ 411).
Ähnliche Qualitätssicherungssysteme gibt es auch in anderen europäischen Ländern, so auch in Skandinavien (NTR), Frankreich (CTB-B+),  Belgien (ATG), Nieferlande (Komo), Schweiz (Lignum) oder Österreich (KD-Holz).

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