Aufbau der Laubhölzer

Das entwicklungsgeschichtlich jüngere Laubholzgewebe ist wesentlich differenzierter als das des Nadelholzes. Man kann es in drei funktionale Gruppen einteilen.
• Leitgewebe: Gefäße (Tracheen), Gefäßtracheiden, vasizentrische Tracheiden. Die beiden letzteren sind Zwischenstufen in der Entwicklung von der Tracheide zum Gefäß.
• Festigungsgewebe: Libroformfasern, Fasertracheiden
• Speichergewebe: Holzstrahlenparenchymzellen, Längsparenchymzellen, Epithelzellen

Charakteristisch für Laubhölzer sind die in Nadelhölzern nicht vorhandenen Gefäße. Sie sind oft mit bloßem Auge als kleine Poren im Holzquerschnitt und als Rillen im Tangentialschnitt zu erkennen. Man unterscheidet hier, je nach Anordnung dieser Tracheen, ringporige Hölzer (z. B. Eiche, Edelkastanie, Esche, Robinie, Ulme), halbringporige Hölzer (z. B. Nussbaum, Kirsche) und zerstreutporige Hölzer (z. B. Birken, Erle, Linde, Pappel, Rotbuche, Weide).
Die Zuwachszonen (Jahrringmuster) sowie die artspezifische Anordnung von Poren- und Parenchymsträngen ergeben die charakteristische Maserung der Holzarten.

Skizze: Dr. Dietger Grosser, München

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Querschnitt Eiche 
Bild: Dr. Dietger Grosser, München

Querschnitt Rotbuche 
Bild: Dr. Dietger Grosser, München