Verfahren

Für die Imprägnierung von Bau- und Konstruktionsholz  stehen eine Reihe verschiedener Verfahren zur Verfügung.

Tauchverfahren

Beim Tauchen wird das Holz in einem Tauchbecken vollständig in die Imprägnierlösung eingetaucht. Die Schutzmittelaufnahme ist abhängig von der Tauchzeit und der Lösungskonzentration. Darüber hinaus wird das Tränkergebnis auch von der Holzart und der Holzfeuchte beeinflusst.

Die Holzfeuchte zu Beginn der Imprägnierung muss für wasserlösliche Holzschutzmittel unter 30 % liegen, bei lösungsmittelhaltigen Schutzmitteln unter 20 %.

Die mittlere Lösungsaufnahme von Bauholz mit einer Feuchte zwischen 20 und 30 % setzt sich zusammen aus der Spontanaufnahme und der Lösungsaufnahme über die Zeit. Bei der Spontanaufnahme gibt es deutliche Unterschiede zwischen gehobeltem und sägerauhem Holz:

Holzoberfläche

Spontanaufnahme
[g/m²]

gehobelt

85 ± 15

sägerauh

200 ± 15


Weitere, detaillierte Informationen und Grafiken zur Lösungaufnahme in Abhängigkeit von Holzart, Holzfeuchte und Zeit finden Sie im Merkblatt "Verfahren zur Behandlung von Holz mit Holzschutzmitteln, Teil 2: Nichtdruckverfahren" der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung (DGfH), München.

Trogtränkung

Spezielles Tauchverfahren, bei dem das Tränkgut über ein oder mehere Tage in der Schutzmittellösung untergetaucht bleibt. 
Die Trogtränkung erlaubt durch die lange Einwirkzeit auch die Imprägnierung von halbtrockenen Hölzern mit einer Holzfeuchte zwischen 30 und 50 %.

Spritzen und Sprühen

Die vorbeugende Behandlung von Hölzern im Spritz- bzw. Sprühverfahren erfolgt in stationären Anlagen. Sprühtunnelanlagen ermöglichen einen verlustarmen Einsatz und gleichmäßigen Auftrag der Holzschutzmittel. Im Sprühtunnelverfahren werden vornehmlich Hölzer der Gebrauchsklassen 1 und 2 mit einer Holzfeuchte < 20 % behandelt.

Manuelles Spritzen oder Sprühen sollte heute nur noch im Rahmen von Bekämpfungsmaßnahmen am verbauten Holz erfolgen..

Streichen

Diese einfachste Form der Schutzbehandlung wendet vor allem der Heimwerker an. Im gewerblichen Bereich kommt das Streichverfahren wegen des Kosten- und Zeitaufwandes nur noch in Sonderfällen in Betracht wie z. B. bei der Behandlung großer Bauteile (z. B. Brettschichtholz) oder dem Nachschutz frischer Schnittstellen.
Um die erforderlichen Einbringmengen zu erreichen, sind meist mehrere Arbeitsgänge nötig.

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Tauch- und Trogtränkung